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Zentrum für Kognitive Störungen und Rehabilitation
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Kurzbeschreibung
 
Das Zentrum für Kognitive Störungen und Rehabilitation wurde 1985 als erste Gedächtnisambulanz (Memory-Klinik) auf dem europäischen Kontinent eingerichtet. Aus den Reihen der Patienten ging 1986 die Selbsthilfe-Initiative der Alzheimer Gesellschaft München e. V. hervor [ http://www.agm-online.de/ ], die sich 1989 mit ähnlichen Initiativen in anderen Städten des Bundesgebiets zur Deutschen Alzheimer Gesellschaft zusammen schloss [ www.deutsche-alzheimer.de ].
Das Zentrum ist eine spezialisierte Einrichtung für die Diagnostik und Behandlung von Krankheiten im Grenzgebiet zwischen Psychiatrie und Neurologie, die zu Hirnleistungsstörungen führen und vorwiegend in der zweiten Lebenshälfte auftreten. Es handelt sich aber nicht um eine typische Institution der Altersmedizin; die Patienten sind im Durchschnitt jünger als 70 Jahre, viele von ihnen sind berufstätig. Das Zentrum besteht aus einer Ambulanz und einer Tagesklinik mit 12 Therapieplätzen. Für die Vergabe eines Termins ist eine hausärztliche oder fachärztliche Überweisung erforderlich. In dem interdisziplinären Team des Zentrums arbeiten Ärzte, Psychologen, Sozialpädagogen, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten eng zusammen.
Versorgungsleistungen
Im Mittelpunkt der Diagnostik steht die frühzeitige Erkennung und Unterscheidung von Krankheiten, die zu Hirnleistungsstörungen führen. Dazu gehören beispielsweise die Alzheimer-Krankheit, die Frontotemporalen Degenerationen und die Parkinson-Krankheit. Alle modernen technischen Diagnoseverfahren stehen zur Verfügung, einschließlich der hochauflösenden Kernspintomographie und der Positronen-Emissionstomographie. Die Therapie umfasst die Anwendung von modernen Antidementiva, die Behandlung von Verhaltensstörungen, die sozialpädagogische Beratung sowie ein tagesklinisches Programm zur kognitiven Rehabilitation. Hier lernen die Patienten, wie sie trotz eingeschränkter Leistungsfähigkeit im Alltag zurecht kommen und ein aktives Leben führen können.
 
Forschungsschwerpunkte
 
Seit vielen Jahren bemühen sich die Wissenschaftler um die Früherkennung von Krankheiten, die zu Hirnleistungsstörungen führen. Dazu setzen sie unter anderem bildgebende Verfahren wie die Kernspintomographie und die Positronen-Emissionstomographie ein. Aktuelle Projekte betreffen die diagnostische Aussagekraft der Hirntätigkeit in Ruhe und der Darstellung von krankhaften Eiweissablagerungen im Gehirn. Ein Spezialgebiet des Zentrums sind seltene Ursachen der Demenz wie Frontotemporale Degenerationen oder Lewy-Körper-Krankheit. Eine mehr als 10-jährige Forschungstradition besteht bei der Aufklärung von genetischen Ursachen und Risikofaktoren der Alzheimer-Krankheit und bei der Entwicklung von biochemischen diagnostischen Tests im Blut oder anderen Körperflüssigkeiten. Soeben begonnen hat ein Projekt zur Wirksamkeit der kognitiven Verhaltenstherapie bei Patienten mit beginnender Demenz. Weitere wissenschaftliche Fragestellungen betreffen die Bedeutung von Schulbildung und Berufsqualifikation für die geistige Leistungsfähigkeit im Alter und die Vorbeugung von Verwirrtheitszuständen nach schwerwiegenden operativen Eingriffen bei älteren Patienten. Die wissenschaftliche Arbeit wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Bundesministerium für Gesundheit, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, das National Institute of Health der Vereinigten Staaten sowie durch den Forschungsfonds des Klinikums rechts der Isar gefördert. Darüber hinaus engagiert sich das Zentrum seit mehr als zwei Jahrzehnten für die Weiterentwicklung der medikamentösen Therapie der Alzheimer-Krankheit in Zusammenarbeit mit Unternehmen der pharmazeutischen Industrie. Gegenwärtig werden unter anderem aktive und passive Immunisierungsverfahren gegen Eiweissablagerungen bei der Alzheimer-Krankheit klinisch geprüft.
 
Leitung
 
Prof. Dr. Alexander Kurz 
 
Mitarbeiter
 
Ärzte
Grimmer, Timo
Hartmann, Julia, Dr.
Natale, Bianca
Perneczky, Robert, Dr.
Rossmeier, Carola, Dr.
Schmid, Janine, Priv.-Doz. Dr.
Sorg, Christian
 
Psychologinnen
Cramer, Barbara, MA
Danek, Stefanie, Dipl.-Psych.
Marke-Nieder, Franziska, MA
Pohl Corina, Dipl.-Psych.
 
Study Nurses
Schels, Friederike
Seitz, Anna
 
Pflegekräfte
Cambensi, Eva
Marx, Karin
Page, Karin
 
Sozialpädagogin
Förtsch, Bettina
 
Ergotherapeutin
Ertl, Stefanie
 
Physiotherapeutin
Berthold, Erzsebet
 

Ausgewählte Veröffentlichungen 2008-2006
 
 
Cognitive rehabilitation in patients with mild cognitive impairment. Int J Geriatr Psychiatry, im Druck
Diehl-Schmid J, Förstl H, Perneczky R, Pohl C, Kurz A (2008).Int J Geriatr Psychiatry.
 
Habeck C, Foster NL, Robert Perneczky R, Alexander Kurz A, Perneczky R, Drzezga A, Boecker H, Förstl H, Kurz A, Häussermann P.Cerebral metabolic dysfunction in patients with dementia with Lewy bodies and visual hallucinations.
 
Perneczky R, Diehl-Schmid J, Förstl H, Drzezga A, May F, Kurz A. Urinary incontinence and its functional anatomy in frontotemporal lobar degenerations.
 
Diehl-Schmid J, Grimmer T, Drzezga A, Bornschein S, Riemenschneider M, Förstl H, Schwaiger M, Kurz A (2007).Decline of cerebral glucose metabolism in frontotemporal dementia: a longitudinal 18F-FDG-PET-study.
 
Laws SM, Perneczky R, Drzezga A, Diehl-Schmid J, Ibach B, Bäuml J, Eisele T, Förstl H, Kurz A, Riemenschneider M. Association of the tau haplotype H2 with age at onset and functional alterations of glucose utilization in frontotemporal dementia.
 
Perneczky R, Diehl-Schmid J, Drzezga A, Kurz A. Brain reserve capacity in frontotemporal dementia: a voxel-based 18F-FDG PET study.
 
Sorg C, Riedl V, Mühlau M, Calhoun VD, Eichele T, Läer L, Drzezga A, Förstl H, Kurz A, Zimmer C, Wohlschläger AM. Selective changes of resting-state networks in individuals at risk for Alzheimer's disease. Proc Natl Acad Sci U S A. 104: 18760-18765

 

   
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